Nein zum Lehrplan 21

Warum wir keinen Lehrplan 21 wollen!Druck

Weil der Lehrplan 21 ein neoliberales Projekt ist, diktiert von transnationalen Organisationen wie der Weltbank, der Welthandelsorganisation (WTO) oder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), aber auch der Europäischen Union (EU).

Weil diese Organisationen seit den 1990er-Jahren – angefangen mit der Bologna-Reform der Hochschulen – immer mehr Einfluss auf die nationalen Bildungssysteme nehmen und einen europäisch gleichgeschalteten Bildungsraum schaffen wollen.

Weil der Lehrplan 21 Teil dieses Reformprozesses ist, der in Geheimhaltung und nahezu lautlos – in Umgehung von Parlament und Öffentlichkeit vollzogen werden sollte. Das ist ein Widerspruch zu unserer direkten Demokratie.

Weil der Lehrplan 21 demokratische Volksentscheide ignoriert. Zum Beispiel wird der Lehrplan 21 mit seinen drei Zyklen den bisherigen Kindergarten auflösen und steht damit im Widerspruch zum Volksentscheid von 2012 .

Weil das Schweizer Schulwesen noch 1990 im ersten Länderbericht der OECD besonders gute Noten erhielt und gelobt wurde für „die aussergewöhnlich gute demokratische Einbettung und damit Bürgernähe“ und sich laufend modernen Entwicklungen angepasst Das wird vom Lehrplan 21 unterlaufen.

Weil der Lehrplan 21 Türöffner ist für den Zugriff der Bildungskonzerne, wie sie durch die WTO-Verträge (GATS) und durch TiSA (Trade in Services Agreement) geplant ist.

Weil der Lehrplan 21 auf einem grundlegend neuen Bildungsbegriff beruht und im Widerspruch zu den Werten unseres Volksschulgesetzes

Weil Bildung zu geistiger Selbständigkeit und Demokratiefähigkeit etwas anderes ist als die im Lehrplan 21 aufgelisteten Kompetenzen, die sich an Nützlichkeitskriterien orientieren und Bildung auf messbares Anwenderwissen verkürzen.

Weil unsere Kind das Recht auf Bildung haben und der Schulstoff nicht auf das Lernen für die Tests reduziert darf, wie es die mit dem Lehrplan 21 geplanten Monitorings nach sich ziehen werden.

Weil mit dem sogenannten „personalisierten Lernen“, wie es der Lehrplan 21 vorsieht, nur die noch besten oder von zu Hause geförderten Schülerinnen und Schüler Erfolg haben werden und die Chancengleichheit verloren geht.

Weil die im Lehrplan 21 angesteuerten Reformen in anderen Ländern bereits gescheitert sind.

 

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